Lexikon
Im GranoVital-Lexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.
Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den GranoVital Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.



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Natrium


Natrium (Na; Atomgewicht: 22,991) gehört zu den Mineralstoffen. Es ist ein Mengenelement, der Bestand im menschlichen Körper beträgt etwa 100 g. Häufiges Problem ist die Überversorgung mit Natrium, die Bluthochdruck begünstigen kann.
Natrium kommt sehr häufig in Verbindung mit Chlorid als Kochsalz vor. Kochsalz besteht etwa zu 40 % aus Natrium und zu 60 % aus Chlorid.

Resorption und Ausscheidung:

Die Resorption aus dem Verdauungstrakt erfolgt sehr rasch. Hauptausscheidungsweg des Natriums ist die Niere! Durch den Schweiß können bei Hitzearbeit und Sport größere Mengen verloren gehen. Über den Darm werden zwischen 12 und 250 mg Natrium ausgeschieden.

Wirkungen im Körper:

Bedarf und empfohlene Zufuhr:

Der Mindestbedarf des Erwachsenen wird auf ca. 550 mg Natrium bzw. 1,4 g NaCl (Kochsalz) geschätzt.

Geschätzter täglicher Mindestbedarf (in mg Natrium):
Erwachsene 550
Schwangere 620
Stillende  290
 
Säuglinge 130-180
Kinder und Jugendliche 300-550
Quelle: Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr, Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Umschau Verlag, 5. Überarbeitung 1991.

Natriummangel:

Die Verabreichung einer natriumarmen Diät führt erst nach längerer Zeit zu einem Natriummangel, da die Niere die Natriumausscheidung in diesem Fall stark drosselt. Durch starkes Schwitzen, Erbrechen, anhaltende Durchfälle oder infolge Diureticabehandlung (harntreibende Medikamente) kann ein Mangel sehr rasch auftreten.
Symptome: Verwirrtheit, Apathie, Übelkeit, Blutdruckabfall, Krämpfe, Ermüdbarkeit.

Natrium und Bluthochdruck:

In zahlreichen Untersuchungen konnte eine Verbindung zwischen einer übermäßigen Natriumzufuhr und dem Auftreten von Bluthochdruck ermittelt werden. Eine zu hohe Natriumzufuhr führt allerdings nicht bei allen Menschen zu einer Blutdruckerhöhung, sondern nur bei den so genannten natriumsensitiven Hypertonikern. Bei diesen ist die Fähigkeit der Niere, Natrium auszuscheiden, auf ein höheres Niveau eingestellt mit der Folge einer geringeren Natriumausscheidung. Hieraus resultiert ein höherer Natriumgehalt innerhalb der Zellen, insbesondere der Gefäßwandzellen. Die Gefäßwandmuskulatur wird von blutdrucksteigernden Stoffen (z.B. Stresshormonen) dann, wenn ihr Natriumgehalt hoch liegt, besonders intensiv zur Kontraktion (Verengung) angeregt. Die Folge ist eine Blutdrucksteigerung.

Natriumreich:
Fleisch- und Wurstwaren:
Bündner-Fleisch 2100
Mettwurst 1090
Salami 1260
Schinken (gesalzen und gekocht) 876
Fische und Fischwaren:
Salzhering 5930
Lachs in Öl 2900
Bismarckhering 1030
Fischkonserven 356-1000
Räucherfischwaren 261-701
Käse:
Edelpilzkäse 850
Schmelzkäse (45 % Fett i.Tr.) 1100
Weichkäse, Sauermilchkäse 800
Hart- u. Schnittkäse 300-1000
Doppelrahmfrischkäse 400
Getreideprodukte:
Brot, Brötchen 370-553
Butterkekse 387
Cornflakes 938
Salzstangen 1800
Fertigprodukte und Konserven:
Kartoffeltrockenprodukte
(Klöße, Kroketten, Reibekuchen)
1180 - 1380
Salz-Dill-Gurken 960
Tomatenmark 590
Mayonnaise 702
 
     
Natriumarm:
Getreide   ganze Körner, Schrot, Flocken
Gemüse   Frischgemüse
Milchprodukte   Frischmilch, Sahne, Joghurt, Quark
Fette/Öle   Öle, ungesalzene Butter, Reformhausmargarine
Fleisch/Fisch   Muskelfleisch, Geflügel, Frischfisch
Quelle: Die große GU Vitamin und Mineralstofftabelle, Gräfe & Unzer 1992; Die große GU Nährwerttabelle Gräfe & Unzer 1996/97; Souci-Fachmann-Kraut, medpharm Scietific Publishers, Stuttgart, 1994.

Natriumarme und natriumverminderte Lebensmittel:

Die Nährwertkennzeichnungsverordnung und die Diätverordnung sehen folgende Regelungen (Kennzeichnung) bezüglich des Natriumgehaltes in Lebensmitteln vor:

Natriumarm = Lebensmittel mit einem Natriumgehalt unter 120 mg Natrium in 100 g Lebensmittel

Streng natriumarm = Lebensmittel mit einem Natriumgehalt unter 40 mg Natrium in 100 g Lebensmittel

Diese Regelung gilt nicht für Getränke. Bei Getränken darf der Begriff natriumarm nur dann verwendet werden, wenn der Natriumgehalt maximal 2 mg/100 ml des verzehrfertigen Produktes beträgt.
Bei natürlichem Mineralwasser dürfen folgende Angaben gemacht werden: Lebensmittel, die normalerweise natriumreich sind, können als "kochsalzvermindert", "natriumreduziert" oder dergleichen deklariert werden, wenn sie bestimmte vom Gesetzgeber definierte Schwellenwerte unterschreiten. Diese sind im folgenden aufgeführt (pro 100 g Lebensmittel):


Literatur
  • Ratgeber: Vitamine und Mineralstoffe; Deutscher Reform Verlag.
  • Zeitschrift: Vitamine/Mineralstoffe/Spurenelemente erscheint vierteljährlich - Hippokrates Verlag, Stuttgart.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr; Umschau Verlag.
  • K. Lang: Wasser, Mineralstoffe, Spurenelemente; Steinkopff Verlag.
  • Souci, Fachmann, Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel - Nährwert-Tabellen; medpharm Sientific Publishers, Stuttgart 1994.

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