Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den GranoVital Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.
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Kalium
Kalium (K; Atomgewicht: 39,102) gehört zu den Mineralstoffen.
Es ist ein Mengenelement, der Bestand im menschlichen Körper beträgt
etwa 140 g. Rund 90 % des Kaliums im Körper befindet sich innerhalb der
Zellen. Kalium ist der "Gegenspieler" des Natriums, das hauptsächlich
außerhalb der Zellen vorkommt.
Resorption und Ausscheidung:
Die Aufnahme aus dem Darm ist etwas langsamer als die von Natrium und Chlorid.
Rund 85 - 95 % der Kaliumausscheidung erfolgt über die Niere, 5 - 10 %
über den Darm und 3 % über den Schweiß. Bei Hitzearbeit und starker
körperlicher Belastung kann die Ausscheidung über den Schweiß stark
ansteigen.
Es gibt keinen "Sparmechanismus" bei der Kaliumausscheidung. Selbst bei
schwerem Kaliummangel geht noch relativ viel Kalium verloren.
Zwischen der Natrium- und Kaliumausscheidung besteht eine
Wechselwirkung. Wird viel Natrium ausgeschieden (z.B. infolge einer
hohen Zufuhr), so wird gleichzeitig auch mehr Kalium ausgeschwemmt.
Wirkungen im Körper:
- Verantwortlich für den osmotischen Druck innerhalb der Zellen
- Wichtig für die Reizleitung von Nerven- und Muskelzellen
- Aktivierung zahlreicher Enzyme (v.a. der Glykolyse und der Atmungskette)
Der Mindestbedarf des Erwachsenen wird auf ca. 782 mg Kalium pro Tag geschätzt.
Empfehlenswerte Höhe der Zufuhr:
- Erwachsene: 2 g Kalium/Tag
- Kinder und Jugendliche: 2 g Kalium/Tag
- Säuglinge: 0,45 - 0,65 g Kalium/Tag
Kaliummangel:
Die wichtigsten Symptome sind: Übelkeit, Muskelschwäche, Lethargie, Blutdrucksenkung, EKG-Veränderungen und Auftreiben des Bauchraumes.
Kann verursacht werden durch:
- zu geringe Nahrungsaufnahme
- chemisch wirkende Abführmittel
- Störungen des Säure-Basen-Haush.
- Stress
- Erbrechen, Durchfall
- Hormongaben (z.B. ACTH, Cortison, Testosteron)
Kaliumvergiftungen durch kaliumreiche Lebensmittel sind beim gesunden Menschen unwahrscheinlich. Bei schweren Nierenkrankheiten kann es aufgrund von Ausscheidungsdefekten zu Kaliumvergiftungen kommen. In diesen Fällen ist eine kaliumarme Ernährung angezeigt. Symptome sind: Empfindungsstörungen, Krämpfe, Lähmungen, Kreislaufkollaps, Herzarrythmien.
| Kaliumgehalt von Lebensmitteln (Angaben in mg Kalium/100 g): | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kaliumreich: Muskelfleisch, Gemüse, Obst, Trockenobst, Getreide, Milchprodukte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kaliumarm: Fette und Öle | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Literatur
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