Lexikon
Im GranoVital-Lexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.
Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den GranoVital Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.



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Chrom


Chrom (Cr; Atomgewicht: 51,996) gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Vermutlich enthält der Körper zwischen 10 und 20 mg Chrom. Chrom ist Bestandteil einer hochwirksamen Verbindung, die als "Glukosetoleranzfaktor" bezeichnet wird.

Resorption und Ausscheidung:

Chrom als Metall ist für den menschlichen Organismus ohne Bedeutung. Erst in seiner ionischen Form als dreiwertiges oder sechswertiges Chrom kann es aufgenommen werden. Chrom wird im oberen Teil des Dünndarms aufgenommen. Die Verfügbarkeit des Chroms aus der Nahrung wird mit 1 - 2 % angenommen. Das resorbierte Chrom wird hauptsächlich über den Urin ausgeschieden und nur wenig über Galle und Haut.

Chrombedarf:

Der Minimalbedarf an Chrom wird auf 50 Mikrogramm/Tag geschätzt. Die tägliche Zufuhrempfehlung beträgt nach RDA (recommended dietary allowances) 50-200 Mikrogramm.

Wirkungen im Körper:

Chrom spielt als Bestandteil des Glukosetoleranzfaktors (GTF) eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel. Ohne die Anwesenheit von GTF auf der Zelloberfläche ist das Insulin völlig unwirksam, d.h. der Blutzucker kann nicht in die Zellen eingeschleust werden! Möglicherweise lassen sich die Diabetesverläufe (Typ II), die mit verschlechterter Glukosetoleranz, erhöhtem Insulinspiegel und oft Übergewicht einhergehen, durch die Zufuhr von Chrom verbessern.

Chrommangel:

Symptome sind: verminderte Glukosetoleranz, Glukosurie (Glukose im Harn), Hyperglykämie (zu hoher Blutzucker) im nüchternen Zustand, erhöhtes Insulin im Blut, verminderte Insulinbindung, herabgesetzte Insulinrezeptorenzahl, erhöhte Blutcholesterin- und Triglyzeridspiegel, verminderte HDL-Cholesterinkonzentrationen, Nerven- und Gehirnerkrankungen.

Kann verursacht werden durch:

Risikogruppen sind: Schwangere, alte Menschen, Diabetiker, unterernährte Kinder und Leistungssportler.

Überdosierung von Chrom:

Chrom ist ein wenig giftiges Element. Seine Toxizität hängt unter anderem von der jeweiligen Chromverbindung (drei- oder sechswertig, organisch oder anorganisch) ab. Vom sechswertigen Chrom ist bekannt, dass es wesentlich giftiger ist als dreiwertiges.

Über Lebensmittel ist eine Überdosierung nicht möglich!

Reformhausservice: Chromgehalt von Lebensmitteln:

Der Chromgehalt in Lebensmitteln schwankt je nach Land und Anbaugebiet zum Teil beträchtlich. So werden z.B. im Weizenkorn Gehalte zwischen 2 und 175 Mikrogramm/100 g angegeben.

Der Chromgehalt reduziert sich durch die Verarbeitung von Lebensmitteln drastisch. Dies wird beispielsweise gezeigt an der Gewinnung von Zucker. Die Durchschnittswerte betragen: Quelle: Masironi, R., W. Wolf, W. Mertz: Chromium in refined and unrefined sugars = possible nutrition implications in the etiology of cardiovascular diseases. Bull WHO 49 (1973) 322 - 324.

Im Folgenden einige ausgesuchte, chromreiche Lebensmittel: (Angaben in µg/100 g)
Getreide:
Roggen, Korn 25
Hafer, Korn 13
Gerste, Korn 13
 
Gemüse:
Zwiebeln 16
Nüsse:
Paranüsse 100
Haselnüsse 14
Mandeln 12
 
Süßungsmittel:
Honig 29
Melasse 26,6
Fleisch:
Rindfleisch 14
 
Eier:
Hühnerei 5-50
Milch:
Frauenmilch! 67
Kuhmilch 3
   
Quelle: Die große GU Nährwerttabelle, Gräfe und Unzer, 1996.



Literatur
  • Reformhaus-Ratgeber:Vitamine und Mineralstoffe
  • Deutscher Reform Verlag, Bad Homburg.
  • Zeitschrift:Vitamine/Mineralstoffe/Spurenelemente; Hippokrates Verlag.
  • DGE - Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr; Umschau Verlag, 5. Überarbeitung 1991.
  • Zumkley, H.: Spurenelemente; Thieme Verlag.
  • Gladtke, E.: Spurenelemente- Analytik, Umsatz, Bedarf, Mangel und Toxikologie; Thieme Verlag.
  • Lang, K.: Wasser, Mineralstoffe, Spurenelemente; Steinkopff Verlag.
  • Souci-Fachmann-Kraut, medpharm Scientific Publishers, Stuttgart 1994.

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